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Abstract

Seit einigen Jahren ist es bekannt, dass in der Mathematik ein sogenannter „Basisstoff“ existiert. Dieser muss bis Ende 4. Primarstufe ausreichend verstanden und angeeignet sein, damit im weiteren Verlauf der Schulzeit keine Rechenschwäche entsteht. In der vorliegenden Arbeit wird ein Versuch unternommen, den mathematischen Basisstoff und seine Komponenten mit Hilfe von Experteninterviews, durchgeführten Studien, dem aktuellen Lehrplan21 und den damit in Zusammenhang stehenden Lehrmitteln übersichtlich herauszuarbeiten. Daraus resultieren die neun mathematischen Basisbereiche, die in tabellarischer Form dargeboten werden. Diese neun Bereiche bilden das Fundament für die Rechenstandanalyse ZiMBa (Zirkus Mathematik Basisstoff). ZiMBa ist eine nach dem Mixed-Methods-Ansatz entwickelte Rechenstandanalyse, die auf ökonomische Weise objektive Erkenntnisse zum mathematischen Basisstoff im Übergang vom ersten in den zweiten Zyklus aufzeigen soll. In der vorliegenden Arbeit wurde ZiMBa im Zeitraum von Dezember 2017 bis Januar 2018 mit 16 Schülerinnen und Schülern der 5H durchgeführt und ausgewertet. Die Resultate zeigten, dass Schülerinnen und Schülern im 3. Schuljahr (5H), welche bezüglich des aktuellen Lernstoffes unterdurchschnittliche Mathematikleistungen aufweisen, auch bezüglich des mathematischen Basisstoffes des ersten Zyklus in diversen Bereichen Lücken zeigen. Die Schwierigkeiten bestehen vor allem in den Bereichen der Grundoperationen und der Grössen, sowie im Modellierungskreislauf. Keine Schwierigkeiten zeigen sich in der Orientierung im Zahlenraum, sowie der Geometrie. Die Ergebnisse der Stichprobe sind als Tendenzen zu verstehen, zeigen aber deutlich, dass das Beherrschen eines einzigen Bereiches nicht vor einer Rechenstörung schützen kann. In den meisten Fällen zeigen Kinder mit Rechenschwierigkeiten über viele Basisbereiche hinweg Unsicherheiten, die in engem Zusammenhang stehen. ZiMBa darf nicht als normiertes, standardisiertes Testverfahren eingesetzt werden, kann mit seinen Aufgaben jedoch wichtige Inputs im Bereich der Erstdiagnostik bieten.

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