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Seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre, als in der Schweiz durch Umbau und Zusammenschluss von Vorgängerinstitutionen sieben öffentlich- rechtliche Fachhochschulen entstanden, hat dieser neue Hochschultyp ein rasantes Wachstum erlebt; mittlerweile sind vier von zehn Hochschulstudierenden an Fachhochschulen eingeschrieben. Demgegenüber sind die Schweizer Fachhochschulbibliotheken sowohl in den jeweiligen Fachhochschulen als auch in der Bibliothekslandschaft insgesamt wenig sichtbar. Ausgehend von den Daten der Schweizerischen Bibliothekenstatistik, einer im Frühling 2014 durchgeführten Onlineumfrage unter Fachhochschulbibliothekarinnen und - bibliothekaren in allen Landesteilen sowie Expertengesprächen mit Exponenten aus diesem Bereich werden Charakteristika und Spezifika dieses (Sonder-) Typs der wissenschaftlichen (Hochschul-) Bibliothek herausgearbeitet. Gemäss Schweizerischer Bibliothekenstatistik gab es im Jahr 2012 64 Fachhochschulbibliotheken mit total 88 Standorten. Die meisten Bibliotheken sind klein, viele weitgehend autonom. Ihre überschaubare Grösse muss kein Nachteil sein, sondern kann sich in hoher Agilität und ausgeprägter Benutzer- und Bedürfnisorientierung niederschlagen. Als "Gebrauchsbibliotheken" ohne Sammelauftrag konzentrieren sie sich in der Regel auf die aktuelle Studien- und Forschungsliteratur in jenen Fachbereichen, die an der jeweiligen Hochschule vertreten sind. In den letzten Jahren sind die Fachhochschulbibliotheken in der Schweiz in absoluten Zahlen stark gewachsen, vor allem was das Personal, die Ausgaben, das Medienangebot und die Benutzerschaft betrifft; in relativen Zahlen jedoch haben namentlich die finanziellen Mittel (laufende Ausgaben pro aktive/r Benutzer/in und pro Studierende/r) stagniert. Im Vergleich mit den universitären Bibliotheken schneiden die Fachhochschulbibliotheken insbesondere bei der Benutzung gut ab: Ungefähr jede/r vierte aktive Benutzer/in und jede fünfte Ausleihe in Hochschulbibliotheken entfällt auf eine Fachhochschulbibliothek. Was das Medienangebot (Anzahl physische Einheiten) und in geringerem Masse auch die personellen und finanziellen Ressourcen betrifft, stellen die Fachhochschulbibliotheken hingegen nach wie vor eine "quantité négligeable" dar.

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